Ein sehr zeitkritisches Problem im nichttraumatologischen Schockraum kann ein A-Problem sein. Wir sprechen mit Experten Dr. Michael über Basics und entlocken ihm einige Tipps!
Im nichttraumatologischen Schockraum begegnen uns eine Vielzahl an Leitsymptomen – und bei kritisch Kranken ist eine strukturierte Abarbeitung wichtig. Wie das mit dem PR_E-AUD2IT-Schema funktionieren kann, erklärt Dr. Gröning.
Der nichttraumatologische Schockraum: Was ist das?
Während bei Polytrauma schon seit Jahrzehnten eine strukturierte Notfallversorgung stattfindet, sind nicht-traumatologische Notfälle noch sehr unterschiedlich behandelt. Prof. Michael Bernhard erklärt die Grundlagen – und leitet die Non-Trauma-Schockraum Wochen bei Nerdfallmedizin ein!
Kritische Hämoptysen sind ein seltener, aber kritischer Notfall. Nach den Basics gehen wir jetzt in die Details: Was könnte man „auf der Straße“ machen und welche Notfalltechniken haben wir für die Klinik?
Teil 1 und die gesammelten Shownotes gibt es HIER.
Heute – am 27.5.2023 – findet wieder der jährliche „Emergency Medicine Day“ statt.
An diesem Tag soll nochmal auf die Leistungen – aber auch die Probleme der Notfallversorgung hingewiesen werden, dazu zählen Notaufnahmen wie auch der Rettungsdienst.
Die zentrale Botschaft dieses Jahr ist: „Your Safety – Our Priority„. Dabei betont die Kampagne, dass eine akute Überlastung mit extrem hoher Anzahl von Patientinnen und Patienten die individuelle Sicherheit bedrohen können. Patient:innen und notfallmedizinisches Personal sollten sich daher zusammenschließen und gemeinsam Forderungen an die Politik stellen.
Was bedeutet konstante Überlastung z.B. für die Notaufnahme konkret?
Verspätete Therapie (z.B. Antibiose bei Sepsis wird erst eine Stunde später verabreicht)
Verspätete Diagnostik (z.B. wird ein EKG mit Infarkt-Zeichen zu spät gesehen)
Unterschätzung von kritisch Erkrankten (z.B. Erst-Einschätzung wird zu kurz durchgeführt – weil die Warteschlange immer länger und länger wird)
Unnötiges Leiden (z.B.: Patient:innen müssen stundenlang auf unbequemen Liegen warten, Schmerzmittel werden verspätet verabreicht)
Wartezeiten bei Übernahme vom Rettungsdienst (Rettungswagen müssen länger warten, sind erst mit Verzögerung wieder einsatzbereit)
Diese Beispiele – und viele mehr – sind sowohl für Patientinnen und Patienten, aber gerade auch für Alle, die in der Notfallmedizin arbeiten, extrem belastend.
Was können wir tun?
Wir haben keine Patentrezepte und sind auch keine Politiker:innen mit Verantwortung für das Gesundheitswesen. Wir hoffen auf positive Veränderungen durch die aktuellen Reformkonzepte. Aber in der Zwischenzeit – was können wir ganz konkret selbst tun?
Wir können ZUSAMMENHALTEN.
Lasst uns bei allem Stress und aller Erschöpfung nicht vergessen, dass wir alle Kolleginnen und Kollegen sind und im gleichen Boot sitzen.
Lasst uns Verständnis haben, aufeinander aufpassen und lasst es nicht zu, dass uns das System noch mehr kaputtmacht.
Beteiligt euch bei Fort- und Weiterbildungsprojekten, bringt euer Wissen ein, helft neuen Kolleg:innen!
Zwei ganz konkrete Tipps:
Das DGINA Mentoring Programm ist eine tolle Gelegenheit, gemeinsam durch die Herausforderungen der Notfallmedizin zu gehen. Meldet euch an und unterstützt junge Kolleg:innen – oder werdet unterstützt!
Das Projekt Notfallguru versucht aus diesem Gedanken heraus notfallmedizinisches Wissen für Alle zugänglich zu machen. An dieser Stelle auch vielen Dank für das tolle Feedback zum Buch und zur komplett frei zugänglichen Online-Plattform!
Was sind eure Ideen, was würdet ihr gerne tun, was wünscht ihr euch?
Kindernotfälle sind selten – deshalb müssen wir uns besonders darauf vorbereiten. Ein zentrales Leitsymptom ist die akute Atemnot bei Kindern.
Wir sprachen mit dem Kindernotfallmediziner Philipp Jung über seine Experten-Tipps und die wichtige Unterscheidung von Atemnot und Atemversagen. Eine zentrale Botschaft: Nicht immer sind scheinbar rückläufige Symptome ein gutes Zeichen!
Fokussierter Überblick – Unterscheidung Atemnot und Atemversagen
Seit Jahren veröffentlichen wir bei Nerdfallmedizin frei zugängliche und kostenlose Notfallmedizin-Fortbildungsinhalte. Gemeinsam mit genialen Projekten wie Pin Up Docs, News-Papers, Toxdocs, RettungsdienstFM, Nowtogo und vielen vielen anderen bilden wir damit einen Teil der deutschsprachigen „FOAM-Szene“. FOAM oder FOAMed (free open access medical education) ist der Überbegriff für kostenfreie notfallmedizinische Fortbildungen, die z.B. über Blogs, Videos, soziale Medien veröffentlicht werden. Während zehntausende Menschen jedes Monat allein auf die Inhalte von Nerdfallmedizin zugreifen ist das Wissen über diese Nutzung, beispielsweise: „Wer nutzt FOAM wie, wer nutzt es nicht – und warum?“ noch weitgehend unerforscht.
Wir möchten hier mehr herausfinden – und DU kannst helfen! Bitte nimm dir 10 Minuten Zeit und beantworte unseren (völlig anonymen) Online-Fragebogen:https://www.soscisurvey.de/FOAM/
Bitte leite diesen Fragebogen weiter – in deiner Abteilung, deiner Rettungswache, an deine Freundinnen und Freunde, die in der Medizin tätig sind (gilt natürlich auch für Azubis, Studierende etc.). Besonders dankbar wären wir, wenn du auch Kolleginnen und Kollegen motivieren könntest, die Umfrage auszufüllen, die FOAM nicht oder nicht mehr nutzen. Für die dauert der Fragebogen sogar nur 2-3 Minuten! 😉
QR-Code zur Umfrage (weiterleiten erlaubt und gewünscht)!
Der Fragebogen wurde in Zusammenarbeit von Martin Fandler, Philipp Gotthardt, Thorben Doll, Wiebke Turner und Jan Ehlers entwickelt.
Wenn Kinder Knopfzellbatterien verschlucken, ist das ein zeitkritischer Notfall. Mit Christoph Hüser von Toxdocs sprechen wir über die Gefährlichkeit, die Notfalltherapie mit Honig und die (oft) rasch notwendige Endoskopie. Besonders gefährlich sind CR2023 3V Batterien wegen der hohen Spannung!
Mehr Details und Quellen zum Thema gibt es auf toxdocs.de, hier eine kurze Zusammenfassung mit dem empfohlenen Vorgehen der Toxdocs:
Die Reaktion auf unsere erste Ankündigung von „Notfallguru“ war fulminant. Nach mehreren Jahren Arbeit im Hintergrund hatten wir drei (Isabel, Philipp und Martin) euch vor Kurzem unser Projekt vorgestellt. Als wir dann Testerinnen und Tester suchten, um unser Notfallbuch noch besser zu machen, gemeinsam die letzten Fehler zu finden und die Praxistauglichkeit mit Hilfe von „Schwarmintelligenz“ zu prüfen hatten wir – ganz selbstbewusst – mit einigen Rückmeldungen gerechnet. Aber dass der E-Mail Server in der ersten Stunde unter den zahlreichen Mails beinahe kollabiert wäre und sich binnen weniger Stunden über 400 Kolleginnen und Kollegen melden – das hatten wir niemals erwartet! 🤯
Die „Test-Plätze“ waren rasch über-voll, wir verschickten die Testversion an über 100 Menschen – von engagierten Ärzt:innen in Weiterbildung, Rettungsfachpersonal, Pflegekräften bis hin zu Studierenden der Medizin, Physician Assistants, Chefärzt:innen und Professor:innen… erneut waren wir vom großen Engagement und dem Umfang des Feedbacks überwältig. Teilweise bestand eine einzige „Rückmeldung“ aus hunderten individuellen Kommentaren und konstruktiven Vorschlägen!
Nach intensiven Wochen und durchgemachten Nächten zur Einarbeitung dieser unzähligen Ergänzungen, Korrekturen und Vorschläge ist Notfallguru ein noch VIEL besseres Buch geworden.
So viele gute Punkte, so viele Ideen, so viel investierte Zeit und Hirnschmalz – GANZ HERZLICHEN DANK AN ALLE, DIE UNS SO TOLL UNTERSTÜTZT HABEN!!! 😍😍
Und natürlich gilt unsere Dankbarkeit auch besonders Florian Dietrich und Luis Dilger (floriandietrich.eu) für das fantastische Design von Notfallguru sowie Satz und Lektorat. Natürlich auch großen Dank an die Björn Steiger Stiftung, ohne die dieses Buch so nicht existieren würde!!
Für uns ist Notfallguru nicht „nur“ ein Buch – es ist schon jetzt eine Community von engagierten Menschen, die gemeinsam die Versorgung akuter Notfälle verbessern wollen!
Damit ist einer der letzten Schritte getan! 🤩
Heute ging die finale Datei nach den letzten Last-Minute-Überarbeitungen an die Druckerei – wenn wir dann ein genaues „Releasedatum“ haben, bekommt ihr die Info hier natürlich schnellstmöglich!
Ihr könnt Notfallguru auch jetzt schon auf den sozialen Medien folgen – Twitter, Linkedin und Instagram. Und die Website unter notfallguru.de ist auch schon ganz schick! 😉
Endlich können wir darüber reden! Wir haben was für euch… ein kleines großes Ding!
In den letzten Jahren haben wir – Philipp, Isabel, Martin – in (fast) jeder freien Minute an einem Notfallbuch geschrieben – und zwar genau an dem Buch, das wir uns selbst immer gewünscht haben.
Unsere Idee 🤓
Unser Traum war ein kleines, handlichen Buch für Kittel oder Kassak mit den wichtigsten Informationen, harten Fakten und praktischen Tabellen und Checklisten – in Kombination mit einer ständig aktualisierten, detaillierten, kostenfreien Online-Plattform für Details, Hintergrundinfos, neueste Leitlinien und viel mehr. Das Ganze sollte mit der Unterstützung der Notfallmedizin-Community entstehen, wachsen und sich konstant weiterentwickeln.
Die Realität 🤩
Dank der Kooperation und großzügigen Unterstützung durch die Björn Steiger Stiftung wird unser Traum jetzt tatsächlich wahr! Mit Unterstützung von vielen Fach-Expert:innen und dem Nerdfallteam (danke insbesondere an Wiebke und Navid) entstand so Notfallguru.
Aktuell basteln wir gerade an der finalen Version des „kleinen Gurus“ (also dem kleinen Büchlein) und im Hintergrund an der große Plattform und in der ersten Version fokussiert sich Notfallguru auf Notfälle in der Klinik.
Jetzt kommst du ins Spiel: Wir brauchen DEINE Hilfe! Notfallguru soll von Notfallmediziner:innen FÜR Notfallmediziner:innen sein. Kein großer Verlag mit Gewinnabsicht – sondern ein Projekt von uns, für uns.
Alle, die in der Klinik Notfälle versorgen und betreuen – ob in der Notaufnahme, auf Station oder im Dienst – ob Ärzt:innen, Pflegepersonal, Studierende oder Rettungsfachpersonal – DU kannst uns helfen. Wir brauchen dein Feedback um das Buch so perfekt wie möglich zu machen. Als Dankeschön gibt’s für alle Tester:innen natürlich das fertig gedruckte Buch kostenlos!
Update:
Wow, wir sind total überwältigt von der großartigen Resonanz auf unsere Testphase für den kleinen NotfallGuru! Binnen einer Stunde haben sich mehrere Hundert Engagierte bei uns gemeldet 😍, um uns bei der Fertigstellung unseres Projekts zu unterstützen. Das zeigt uns, wie wichtig das Thema für euch und uns ist. (Die Antwort-Emails gehen gerade schon raus, versprochen! Der Email-Server ist nur etwas *hust* überfordert von der Anzahl…)
Wir danken Euch von Herzen für Eure Begeisterung und Unterstützung! Die Testplätze sind zwar mittlerweile (über)voll, aber wir arbeiten mit Volldampf daran, das Buch bald in Eure Hände zu bekommen. Wir können es kaum erwarten, Euch das Ergebnis der gemeinsamen Arbeit präsentieren zu können!
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