Fremdgefährdung – wann liegt die eigentlich vor und wie schätze ich das Ganze ab? Nicht besonders einfach und gerade in der Praxis oft ganz anders als in Lehrbüchern. Daher geht es in Teil 2 mit Dr. Jan Dreher von PsychCast wieder um einen Fall an dem wir wichtige Punkte verdeutlichen wollen!
Sooo….! Es ist an der Zeit für die Auflösung von NERDfall 09! Ihr findet hier neben der Fallauflösung einen ausführlichen Artikel zu den Anwendungsmöglichkeiten Nicht-invasiver Kapnographie sowie einen kleinen Gastauftritt der Rettungsaffen bezüglich des Umgangs mit der Patientenverfügung in diesem Fall. Viel Freude mit dem Material!
Nach einem angenehmen Flug im Rettungshubschrauber setzt ihr zur Landung im Vorgarten eines Pflegeheimes an. Ein schwer kranker Patient wartet dort auf eure Hilfe… und wir warten auf eure Beiträge zum Fall! 😉 Herzlich willkommen zur 9. Runde NERDfälle – wir freuen uns auf euch!
Ein 55-jähriger Mann wird mit neu aufgetretenen thorakalen Schmerzen in die Notaufnahme gebracht. Er hatte sich spät am Abend gegen 22 Uhr in den Kopf gesetzt, den Schnee vor seiner Haustür zu schippen, da er am Folgemorgen früh zur Arbeit musste. Dabei waren die Beschwerden aufgetreten, die auch in Ruhe nicht mehr vergingen, so dass er den Rettungsdienst alarmierte.
Es wurde ein 12-Kanal-EKG angefertigt. Dieses sehe laut Übergabe „etwas ungewöhnlich“ aus. ST-Hebungen habe es aber nicht. Dennoch wurde er zur weiteren Abklärung in die Klinik gebracht.
Der Patient schaut dich verunsichert und fragend an. Die Beschwerden seien zwar noch nicht vorüber, aber etwas leichter als am Anfang. Er hatte präklinisch bei V.a. ACS ASS, Heparin und auch Morphin bekommen. Ihm ist übel, der Brustschmerz zieht in beide Oberarme.
Du schaust auf die Uhr: Es ist Mitternacht. Die Kardiologin vom Dienst schläft.
Du überlegst, ob du den Herzkatheter bei V.a. ACS aktivieren oder zunächst nur Troponin bestimmen sollst und das ggf. im Verlauf wiederholst. Oder liegt hier gar etwas ganz anderes vor?
Du drehst und wendest das EKG ein weiteres Mal und…
Eigen- und Fremdgefährdung einzuschätzen ist in der Notfallmedizin regelmäßig eine Herausforderung. Wir haben mit Dr. Jan Dreher von PsychCast einen fiktiven Fall durchgesprochen und sind dabei auf einige Fallstricke für die Praxis eingegangen.
Teil eins betrifft insbesondere die Eigengefährdung:
Einen i.v.-Zugang zu legen kann unter Umständen sehr schwierig sein. V.a. bei aggressiven Patienten, Kindern oder beim Krampfanfall kann dies sogar unmöglich sein. Hier kann die intranasale Applikation eine gute Alternative v.a. im „Erstangriff“ darstellen.
Kindernotfälle machen Angst – aber mit den richtigen Konzepten kommt man gut voran! Der heutige Shortcut beschäftigt sich mit Analgesie bei kleinen Kindern (und was das mit Bier zu tun haben kann).
Update vom 31.01.2021: Die in der ersten Version des Videos erwähnten Gewichtsangaben waren etwas verwirrend; deshalb hier in der Kürze nochmal etwas präzisiert.
Hier eine Zusammenstellung der Nerdpearls von Dezember 2020 und Januar 2021. Regelmäßig und ganz brandaktuell kann man diese jede Woche über unseren Instagram-Account verfolgen.
Das Motto diesmal: Denke über den Tellerrand hinaus!