Im Rettungsdienst sehen wir meist mittlere bis schwere Asthmaanfälle; leichtere werden in der Regel vom Patienten, der mit seiner Erkrankung vertraut ist und Medikamente für entsprechende Erstmaßnahmen bei sich hat, selbst therapiert. Daher beschäftigen wir uns in dieser Ausgabe der NERDfacts mit dem schweren Asthmaanfall: was tun, wenn schon sämtliche Sprays des Patienten nichts geholfen haben? Wenn der Patient trotz diverser Therapieversuche schlechter wird und sich erschöpft? Und ist nicht sowieso wegen Corona wieder alles anders?
Unser EKG-Guru Klaus bespricht im neuesten EKG-Quickie eine Breitkomplextachykardie. Ist das eine VT oder nicht?
Hier nochmal eine (süße) Grafik zum Thema „Hasenohren“ (Achtung! Dieser Aspekt ist – wie im Video besprochen – nur ein Teil bei einer möglichen Differenzierung VT/keine VT).
Notarzt-Einsatz: Alarmstichwort “Thoraxschmerzen”, Nachforderung durch RTW.
Auf der Anfahrt schießen dir die „big five“ durch den Kopf (Myokardinfarkt, Lungenarterienembolie, Aortendissektion, Ösophagusruptur und Pneumothorax) und du überlegst dir die Fragen und Maßnahmen, die du ergreifen möchtest.
Die Mitt-70erin liegt bereits im RTW. Aufgrund einer Sprachbarriere ist eine erweiterte Anamnese nicht zu erheben. Die RTW-Mannschaft berichtet von einer Patientin, die inital bei scheinbar diffusen thorakalen Beschwerden noch bis in den RTW gelaufen ist. Auf der Liege wäre ihr offenbar etwas unwohl geworden, sie habe einmal kurz laut aufgeschrien (wohl bei plötzlich aufgetretenem Schmerz) und sich an die Brust gefasst.
Aktuell liegt die Patientin ruhig da und scheint keinerlei Schmerzen mehr zu haben. Welche der „Big five“ könnte das sein? Die RTW-Mannschaft konnte zum Zeitpunkt des Ereignisses einen Rhythmusstreifen ableiten, es zeigt sich das folgende „bunte“ EKG-Bild:
Rhythmusstreifen – EKG
Was ist da passiert und was kannst du über die Patientin nun sagen?
Akuter AV-Block III und nur semi-stabiler Patient? Besser als Atropin: Adrenalin „aus der Hand“.
Adrenalin kann helfen: 1mg Adrenalin auf 100ml NaCl -> schütteln -> 2ml abziehen (= etwa 20µg) und langsam spritzen – genauer Blick auf das Monitoring!!
Bei ausreichender Wirkung (HF-Anstieg, klinische Besserung): Stop!
Die Anionenlücke ist für Viele erstmal ein etwas abstraktes Rechenkonstrukt – dabei ist sie auch für Nicht-Nerds hilfreich. Wo man sie braucht und Tipps, wie man sie pragmatisch einsetzt gibt’s im neuen Video.